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Styleauswahl

Style:





Was bedeutet "Stil"?

Stil bedeutet, nicht wahllos jede Mode mitzumachen, sondern Mode gezielt einzusetzen, um die Persönlichkeit zu unterstreichen. Voraussetzung für einen guten Stil ist die Akzeptanz der eigenen Person. Erkennen, was zu einem paßt und was nicht, ohne sich dabei zu verstellen. Stil bedeutet auch Fingerspitzengefühl und ein bißchen Sachkenntnis von Formen und Farben der Kleidung. Das Wissen, was man zu welchen Anlässen trägt.

Die Basis des guten Stils bei Kleidung ist eine sorgfältig zusammengestellte Grundgarderobe. Wichtig ist, dass die Kleidung gut paßt und man sich darin wohlfühlt, denn nicht sitzende Kleidung hat keinen Stil.

Ein weiterer wichtiger Punkt für guten Stil sind gute Umgangsformen. Die wichtigsten Regeln für verschiedene Bereiche des täglichen Lebens habe ich dafür im Kapitel Knigge aufgeführt.

Grundsätzliches

Ihre Kleidung soll stets sauber und heil sein. Sparsamkeit in allen Ehren – aber offensichtliche Flickstellen haben keinen Stil. Genauso wichtig ist intaktes Schuhwerk. Abgelaufene Absätze repräsentieren keine Eleganz. Selbstverständlich werden Schuhe regelmäßig geputzt. Ein Schuhspanner während der Tragepausen hält den Schuh in Form

Zwängen Sie sich nicht mit Gewalt in Größe 38 – die Kleidergröße steht nicht außen an der Hose. Andererseits besteht kein Anlaß, etwas mehr "Figur" ausschließlich unter wallenden Zelten zu verstecken. Die Kleidung soll den Körper locker umspielen, mehr nicht.

Tragen Sie "altersgerechte" Kleidung: Ein Sweatshirt mit "Benjamin-Blümchen"-Aufdruck gehört eindeutig in den Schrank Ihrer Kinder. Und je älter Sie werden, umso wichtiger wird Qualität bei Material und Verarbeitung der Kleider. Der Schmelz der Jugend verzeiht bei der Mode noch viele "Sünden".

Tragen Sie zu dunklen Strümpfen keine hellen Schuhe. Zu blickdichten Strümpfen passen nur geschlossene Schuhe. Das Tragen von Sandaletten ist nur was für den Hochsommer und bildet die strumpflose Ausnahme. Gepflegte Beine und Füße sind dann aber ein absolutes Muß.

Entscheiden Sie sich für eine Basisfarbe und mischen Sie diese nicht mit anderen. Also keine schwarzen Schuhe zum dunkelblauen Rock, kein anthrazitfarbener Blazer zur dunkelblauen Hose.

Stilmix ist nicht absolut verpönt, erfordert aber sehr viel Geschick. Sind Sie unsicher, belassen Sie es lieber bei einem Stil.

Beachten Sie die Regeln für das Tragen von Schmuck.

Zuhause und in der Freizeit

Jogginghosen tragen Sie bitte nur zum Joggen - und schon gar nicht zum Brötchenholen. Auf dem Markt gibt es ein reichhaltiges Angebot an bequemer und ansehnlicher Hauskleidung.

Wenn Sie Ihre Kleidung überlegt aussuchen und kaufen, vermeiden Sie das "Auftragen müssen" von Stücken, die nicht mehr ganz "up to date" sind. Gönnen Sie sich explizite Freizeitkleidung, auch hier ist eine Grundgarderobe sinnvoll.

Am Strand und im Freibad tragen Sie einen gut sitzenden Badeanzug oder Bikini. "Oben ohne" hat keinen Stil. Die Liege- und Badetücher sollen weder ausgefranst noch ausgewaschen sein, ebenso wie der Bademantel. Im Bad-Café oder der Strandbar ziehen Sie bitte etwas über, ein leichtes Strandkleid oder wenigstens einen Pareo.

Im Beruf

Sofern in Ihrem Betrieb nicht ohnehin eine festgeschriebene Kleiderordnung herrscht oder Sie spezielle Berufskleidung tragen müssen, orientieren Sie sich am Bekleidungsstil der Vorgesetzten und Kollegen. Häufig bestimmt die Branche schon die Kleiderordnung. Bei einer Bank oder Versicherung sind Sie mit Kostüm oder Hosenanzug sicher richtig angezogen und in einer Werbeagentur darf das Outfit schon ein bißchen kreativer sein.

Chic und Dynamik schließen sich nicht aus, sondern sie tragen Ihr Selbstbewusstsein auch nach außen. Sie zeigen so, dass Sie sich in Ihrer Haut sicher und wohl fühlen. Versuchen Sie, ein wenig spielerischen Umgang mit Ihrer Kleidung zu erlangen. Passende Accessoires müssen nicht unbedingt augenfällig sein, aber sie sollten Ihren Stil unterstreichen. Als selbstbewusste Geschäftsfrau kommen Sie immer gut an in Fashion von Sonia Bogner und anderen Labels, die Ihren Typ hervorheben. Noch eine dezente Duftmarke dazu und Sie können sich Ihrer Ausstrahlung bewusst sein. Seien Sie unbedingt Sie selbst.

Besonders wichtig ist guter Stil bei Kleidung und Auftreten gegenüber Geschäftspartnern. Wenn Sie im Handwerk arbeiten, denken Sie auch hier an saubere und ordentliche Arbeitskleidung. Das steigert nicht nur das Ansehen Ihrer Firma, sondern auch das eigene.

Festliche Anlässe

Einladungen zu festlichen Anlässen stellen besondere Ansprüche an die Garderobe. Manchmal steht sogar auf der Einladungskarte eine Kleidervorschrift, doch manchmal ist nicht ganz klar, was gemeint ist.

Festlich

Festliche Kleidung bedeutet lange Abendgarderobe, ohne Wenn und Aber. Und tragen Sie zum Abendkleid einen Abendmantel, eine wärmende Stola oder einen Umhang – keinesfalls Ihre "normale" Jacke.

Sportlich-leger

Hier sind Sie mit Tageskleidung, bestehend aus Rock oder Hose mit jeweils passender Bluse und Jacke, richtig angezogen. Tragen Sie jedoch keinesfalls typische Freizeitkleidung wie Jeans und Sweatshirt.

Zünftig

Wählen Sie Trachtenkleidung bzw. Landhausmode. Sollte Ihnen diese Kleidung nicht zusagen bzw. haben nichts Entsprechendes im Schrank, tragen Sie Jeans mit einer weißen Bluse und rustikalen Accessoires, z.B. einem Gürtel im Westernstil.

Auch ohne eine solche Kleidervorschrift in der Einladung gibt es bestimmte Regeln für die Garderobe. Werden Sie zu einem Ball eingeladen, wählen Sie ein langes oder kurzes Abendkleid. Zu einer Cocktailparty tragen Sie das "kleine Schwarze" oder ein anderes festliches kurzes Kleid. Zu einer Gartenparty im Sommer erscheinen Sie am besten im bunten Sommerkleid oder einem lässigen Zweiteiler aus Leinen.
Zum Empfang ist man im Kostüm oder einem eleganten Hosenanzug richtig angezogen.

Wenn Sie zu einer Hochzeit eingeladen sind, versuchen Sie mit Ihrer Garderobe keinesfalls die Braut "auszustechen" und ebenfalls ein weißes Prachtkleid zu tragen. In der Kirche und zum Hochzeitsempfang ziehen Sie ein elegantes Kostüm an, ein Abendkleid paßt nicht in die Kirche und ist am Tage generell unpassend. Kleiden Sie sich nach dem Essen und vor dem Eröffnungstanz um. Beginnt die Hochzeitsfeier ohnehin erst nach 18.00 Uhr, erscheinen Sie gleich im Abendkleid.

Bei sehr offiziellen Anlässen kann es sein, dass auf der Einladungskarte nur der Anzug für den Herrn genannt wird, die Kleidung der Dame ergibt sich dann daraus:

Dunkler Anzug Kostüm oder kurzes, elegantes Kleid
Smoking Cocktailkleid bzw. Abendkleid (kurz oder lang)
Frack langes Abendkleid

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