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Kurz oder lang?

Vorweg eine Faustregel: Je älter man wird, umso kürzer sollen die Haare getragen werden. Lange, offene Haare mit Engelslocken sind nur was für junge Mädchen und Frauen. Von der wallenden Mähne sollte man sich spätestens am dem 40. Geburtstag verabschieden und die Haare entweder auf eine moderate Länge abschneiden lassen (höchstens schulterlang lautet hier die Empfehlung) oder hochstecken.
Es gibt wirklich nur ganz wenige Frauen, denen lang getragene Haare jenseits des 40. Lebensjahrs stehen.

Ob lang oder kurz, hängt jedoch noch von einigen anderen Faktoren ab, zum Beispiel der Gesichtsform, der Hals- und Nasenlänge.

Beim runden Gesichtmeiden Sie alle Rundschnitte. Tragen Sie das Haar gescheiteltund frisieren Sie die Seitenpartien aus dem Gesicht, um es länglicher erscheinen zu lassen. Günstig sind asymmetrische Frisuren, ungünstig alle Lockenköpfe.
Bei einem langen Gesicht, mit hoher Stirn und langem Kinn, tragen Sie die Haare auf Länge bis zu den Ohrläppchen. Der Pony fällt locker ins Gesicht. Ein Fransenschnitt oder eine leichte Dauerwelle nehmen dieser Gesichtsform den herben Charakter. Sehr gut steht Ihnen mit einem länglichen Gesicht auch der klassische Pagenkopf.
Das kleine, eckige Gesicht braucht einen voluminösen Haarschnitt, der es weich umspielt. Ein kantiges Kinn wird durch Haarvolumen im unteren Bereich optisch ausgeglichen.

Zu einem kurzen Hals tragen Sie besser einen Kurzhaarschnitt, weil der Abstand zwischen Kopf und Schultern so optisch vergrößert wird. Ist Ihr Hals lang, tragen Sie das Haar insbesondere im Nacken lang, um eine Verbindung zwischen Kopf und Oberkörper zu schaffen.

Wenn Sie eine große Nase haben, sorgen Sie für Ausgleich, indem Sie den Hinterkopf betonen. Wenn Sie Schlupflider oder ein leichtes Doppelkinn haben, tragen Sie die Haare aus dem Gesicht.

Haar-Trouble

Haare führen meistens ein (störrisches) Eigenleben und ein Frisurentraum lässt sich auf Grund der Haarbeschaffenheit manchmal nicht verwirklichen. Hier ist guter Rat teuer und ich kann Ihnen nur empfehlen, sich in die Hände eines guten Friseurs zu begeben und ein ausführliches Beratungsgespräch zu führen. Beziehen Sie in dieses Gespräch auch Ihre Gewohnheiten mit ein: Ob Sie viel oder wenig Zeit für die Frisur aufwenden möchten/können, Ihre Geschicklichkeit mit Föhn und Bürste oder ob Ihre Haare großen Strapazen ausgesetzt sind (Sportschwimmmen: chlorhaltiges Wasser!)
Auch wenn dieser Friseur ausgerechnet der teuerste am Ort ist: Gönnen Sie sich diese Beratung einmalig, es ist eine wirklich gute Investition.

In Ehren ergrauen?

Einen trifft es früher, den anderen später: Irgendwann findet man die ersten Silberfäden im Haar. Blondinen sind hier klar im Vorteil, denn bei ihnen fallen die ersten grauen Haare nicht auf wie bei Dunkelhaarigen.

Eine Weile kann man das Grau mit Farbspülungen oder Tönungsshampoo in Schach halten, aber irgendwann funktioniert diese Methode nicht mehr.

Die nächste Stufe ist das komplette Abdecken mit Haarfarbe. Das Färben muß konsequent betrieben werden, denn bereits nach einigen Wochen ist der Haaransatz deutlich sichtbar nachgewachsen. Eine Alternative und die von mir bevorzugte Methode sind feine blonde Strähnchen. Hier werden die grauen Strähnen ins Gesamtbild der Haare einbezogen. Und der nachwachsende Ansatz fällt nicht so unangenehm ins Auge wie bei einer Komplettfärbung.