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Farben machen Leute

Das haben Sie sicher schon erlebt: Beim Kleiderkauf stellen Sie fest, dass Ihnen manche Farben oder Farbtöne einfach besser stehen als andere. Anders herum gibt es Farben, die machen Sie blaß oder lassen Sie kränklich aussehen. Manchmal läßt ein Kleidungsstück Sie molliger wirken als Sie tatsächlich sind, trotz des figurgünstigen Schnitts.

Das ist kein Zufall.

Neben den verschiedenen Haut- und Haarfarben hat jeder Mensch hat von Natur aus einen bestimmten Hautunterton. So schimmert die Haut mancher Menschen eher bläulich-rosé bei anderen eher goldfarben bis oliv. Oder ganz zart und hell, die sprichwörtliche "Porzellanhaut". Auch die Haarfarben sind nicht einfach "blond" oder "braun", sondern hier gibt es unterschiedlicheNuancen: Beispielsweise das dumpfe, eher aschige Braun und das leuchtende Kastanienbraun. Bestimmt wird der Haut- und Haarfarbton, sowie der Farbton der Augen von den körpereigenen Pigmenten und von dem durch die Haut schimmernden roten Blutfarbstoff (Hämoglobin).

Das Haut- und Haarkolorit ändert sich auch nicht, wenn die Haare im Alter ergrauen.

Zu jedem Kolorit passen ganz bestimmte Farben. Grob kann man zwischen "kalten" und den "warmen" Farbtypen unterscheiden. Der kalttonige Typ mit einem eher bläulichen Hautunterton sollte auch bei seiner Kleidung kühle Farbtöne wählen und der warmtonige Typ warme Farbtöne. Ein maigrüber Pullover etwa läßt seine Trägerin mit dem bläulichen Hautunterton kränklich und blaß aussehen

Bei der Unterscheidung der Farbtypen geht man jeoch noch ein bißchen differenzierter vor und unterteilt nach den Jahreszeiten. Es gibt also vier verschiedene Farbtypen:

Frühling und Herbst bilden die Gruppe der warmtonigen Farbentypen, Sommer und Winter zählen zu den kalttonigen Farbtypen.

Warum die Jahreszeiten?

Der Schweizer Kunstpädagoge Johannes Itten (1888-1967), der unter andem für das berühmte "Bauhaus" tätig war, stellte seinen Studenten eine Aufgabe: Sie sollten ein Bild malen nur mit den Farben, die sie selber als schön und harmonisch empfinden. Itten konnte nicht sehen, wer welches Bild gemalt hatte, doch er war in der Lage die Farbzustammenstellungen jedem Studenten einwandfrei zuzuordnen.
Itten sah es durch dieses Experiment als bewiesen an, dass mit Äußeren eines jeden Menschen nur bestimmte Farben und Farbtöne harmonieren. Er ordnete die Farbgruppen entsprechend ihrem Vorkommen in der Natur während der Jahreszeiten zu.

Nie wieder meine Lieblingsfarbe?

Bis auf wenige Ausnahmen sind die jeweiligen Farben bei allen Farptypen vorhanden. Nur die Farbtöne unterscheiden sich. So ist z.B. das Grün des Frühlingstyp hell und gelbstichig (Maigrün), das des Sommertyps leicht blaustichig (Mintgrün). Und wie es oben im Einganssatz steht: Meistens spürt man instinktiv, dass einem bestimmte Farbtöne einfach nicht zu Gesicht stehen